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Kollwitzstrasse2

Was bisher geschah im Eckhaus

Kollwitzstraße 2 / Saarbrücker Straße 17

Aktuell gehen WIR zurück und ergänzen die Geschichten und Bilder mit EURER Hilfe.  Jetzt auch auf ENGLISCH –  english version

 

2017

MAI

31_MieterforumDas Haus, in dem WIR leben, ist „Cover Girl“ – es prangt auf der Titelseite der Einladung zum nächsten Pankower Mieterforum, das am 31.5. stattfinden wird.

Ein Bild aus der feinen Zeit als das Courage noch zu unserer Hausgemeinschaft gehörte … KOMMT MAL ZAHLREICH ZU DER VERANSTALTUNG AM 31. MAI IN DIE WABE!

Ach ja, erwähnenswert ist auch der 20. Mai. Zum zweiten Mal erleidet die Küche des Chagall einen Wasserschaden. Und das an einem lauen Samstagabend, während diese Institution der Prenzlauer Berger Gastro-Szene brummt. Polizei und Feuerwehr sind zur Stelle. Sie prüfen die Ursache in der leerstehenden Wohnung über dem Lokal.

APRIL

Yeah! Der schäbige Gitterkasten ohne Funktion vor der Kollwitzstraße 2 wird abgebaut. Das Frühlingsleben der Chagall-Terrasse kann Einzug halten.

MÄRZ

Oh wie nervig, wenn man sich darauf einlässt, die Nebenkostenabrechnunsbelege der fehlerhaften Nebenkostenabrechnungen bei der Hausverwaltung einzusehen … Ansonsten ist einfach mal Wohnen ohne besondere Vorkommnisse auch schön.

FEBRUAR

Oops, nun wissen WIR alle per Zustellung einer Gerichtsvollzieherin, dass WIR Drittschuldner in einem Rechtsfall unseres Vermieters sind und künftig die Nettokalt-Mietzahlungen an ein Gläubigerkonto zu entrichten haben. Mh, was soll man davon halten?

JANUAR

Doch nicht so ruhig. Offensichtlich fehlerhafte Nebenkostenabrechnungen für das Jahr 2015 (mit teilweise extrem hohen Nachforderungen), die WIR alle einen Tag vor Weihnachten des letzten Jahres in die Briefkästen gesteckt bekamen, halten uns etwas auf Trab.

Das Rätsel um die Absperrung ist seitens des Ordnungsamtes nun aufgelöst. Zweck: Lagerung von Baumaterial für das Haus, in dem WIR wohnen. Genehmigungsdauer: bis Ende 2017 (sic!). Na das ist ja mal eine echte ästhetische Aufwertung der Chagall-Terrasse, die WIR für die Sommermonate zu erwarten haben! Auch spannend: das Risikospiel für Verkehrsteilnehmer zu Fuß oder auf dem Rad an dieser hoch frequentierten Ecke.  Also bitte seid alle vorsichtig! Das Sichthindernis, das die Absperrung zweifellos ist, kann ein ganz schönes Unfallrisiko bergen, wenn viel Betrieb auf der eingeschränkten Gehwegfläche ist und jemand nicht gut aufpasst.

2016

DEZEMBER

WIR werden die Chronologie künftig lockerer führen, solange offensichtlich nichts Wesentliches vor sich geht hier. Sorgen macht die Haussituation UNS nicht weniger, denn Leerstand, Verwahrlosung, Instandsetzungsbedarf und sonderbare Baupläne stehen nach wie vor auf der Agenda.

Für alle, die sich mit UNS ein wenig die Haare raufen wollen, das Jahresend-Bilder-Rätsel . Wozu ist DAS da?:

Absperrung

Jemand aus der Nachbarschaft hat sich nicht nur gewundert über diesen Aufbau sinnfreier Absperrungen, sondern seinem/ihrem Unmut plakativ Luft gemacht:

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Ach ja, den klingenden Hinterhof gibt es ja auch noch in diesem Monat. Hier  als Video für EUCH: Es wird gesungen.

NOVEMBER

Gegenüber an der Ecke Saarbrücker Straße / Schönhauser Allee wurde mächtig viel geschafft in den letzten Monaten.

Nun erfolgt Begrünung. Der Garten kehrt also modernisiert zurück. Die abgeholzten großen Bäume leider nicht. WIR hoffen, dass uns nicht demnächst eine Bauplane vor den Fenstern den Ausblick auf das Wachsen und Gedeihen dieses neu-urbanen Vorgartens verdeckt.

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OKTOBER

WIR besuchen das Bauamt, um den bewilligten Bauantrag nochmals zu studieren. Interessant! Außerdem,  aus gegebenem Anlass: Fahrraddiebe sind einfach miese Typen! Möge euch der Diebstahl kein Glück bringen.

SEPTEMBER

Übrigens sieht die Haustür der Saarbrücker Straße inzwischen nicht mehr lupenrein braun aus (s.u. JULI 2015), sondern so:

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Und wann ist eigentlich die Hausnummer derart in Schieflage geraten?

AUGUST

Unsere Sommerzeit im Haus klingt offenbar ruhig aus. Im Hintergrund tut sich aber Wichtiges. Da findet ein Bauantrag für das Haus Genehmigung. WIR dürfen die Pläne einsehen. Es ist außerdem zu erfahren, dass angeblich ein Abgeschlossenheitsbescheid erteilt worden sei. Wie das? Schließt das Umwandlungsverbot das nicht aus? So richtig gute Auskunft zu diesen Fragen liegt uns noch nicht vor.

JULI

In der Bezirkspolitik ist das Interesse an dem, was mit unserem Zuhause passiert, glücklicherweise nicht verödet, wie eine Kleine Anfrage zeigt, die am 28. Juli in der BVV beantwortet wurde.

JUNI

WIR vermissen das sommerliche Terrassen-Gewusel, das uns früher auch die Eckkneipe Courage bescherte. Nun sind die Rollladen seit fast einem halben Jahr ungeöffnet und solche Sprüche hinterlässt wohl niemand mehr:

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MAI

Sommer auf dem Senefelder Platz!kollwitzstrasse2_prenzlauer_berg_4mai_016

Blumen waren einmal.  Samstagnacht, einen Tag vor Muttertag, waren alle Kästen abgeräumt. …

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WIR werden wohl auch bald Warnhinweise anbringen müssen, wie unsere Nachbarn in der Kollwitzstraße…

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Heimlich gedämmt? Bei uns nicht. Nur unsere Baustelle gegenüber…

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APRIL

Während in dem Eckhaus, das WIR bewohnen, Stillstand und  Leerstand das Geschehen bestimmen, vollzieht sich gegenüber eine rasant fortschreitende Bautätigkeit, die WIR mit Interesse beobachten.

Veränderung seit Oktober im vergangenen Jahr bis jetzt:

Gegenueber_Oktober

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MÄRZ

Der kollwitzstrasse2-cafe-courage-16-1Frühling naht. Die Blumenkästen der geschlossenen Eckkneipe hängen windschief und werwaist an der Hausfassade. Muss ja nicht sein und so bleiben. WIR bepflanzen jetzt die Kästen des Maison Courage.kollwitzstrasse2-cafe-courage-16-3 kollwitzstrasse2-cafe-courage-16-2

 

 

 

 

 

Subbotnik is back! kollwitzstrasse2-prenzlauerberg-putz6

WIR wollen die scheußlichsten Stellen in Hausflur, Treppenaufgang und Hof nicht durch Wochen des Stillstands schleppen. Also widmen WIR uns mit vereinten Kräften dem samstäglichen Reinemachen.

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FEBRUAR

Oh, diese Dreckecken …

Terminfindung fkollwitzstrasse2-prenzlauerberg-putz15ür die gemeinsame Beseitigung von Schmuddelstellen, dem sich der Putzdienstleister nicht widmet, ist angesagt!

 

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JANUAR

 

2016 startet mit dem traurigen Abschied vom Maison Courage, der Kneipe an der Straßenecke. Ab Ende Januar ist das Maison Courage zu! Damit verliert Prenzlauer Berg einen prägenden und wichtigen Ort Berliner Gastlichkeit. Wir danken euch, Marina und Torsten, für euren langjährigen Beitrag zu einer lebendigen Berliner Kreuzung, weil ihr der Nachbarschaft und Besuchern hier ein so freundliches Kiezlokal bereitet habt. Ihr werdet UNS, wie so vielen anderen, fehlen!

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In der Pankower Allgemeinen Zeitung vom 9.1. 2016 gibt es einen Kommentar zum “ kulturellen Kipp-Punkt Senefelder Platz“. kollwitzstrasse2-prenzlauer-berg-ca-1992 Passend hierzu Fotos von Andreas R., die den Senefelderplatz 1992-1994 zeigen.

Eine Abschiedsaktivität, die Gäste im Maison Courage genießen durften:
Letzte Chance: Uff’n Bier ins Maison Courage
Am Senefelder Platz gehen dieser Tage 140 Jahre Kneipengeschichte zu Ende. Das Buch „Uff’n Bier“ setzte der aussterbenden Art der Berliner Bierkneipen bereits vor einigen Monaten ein kleines Denkmal. Im „Courage“, den einstigen Altberliner Bierstuben, wird diese typische Hauptstadtkultur nun vom Fotografen Henning Kreitel großformatig in Szene gesetzt. Eine Fotoausstellung dieser Bilder schmückte das Lokal zum Abschied vom „Courage“ und zur Eröffnung am 14. Januar musizierte – wie so oft an diesem Ort – das Trio Scho.

Zur Schließung des Courage ein Artikel in der Berliner Zeitung am 8.1.2016

2015

DEZEMBER

22.12.15 . Es passiert doch etwas:  das Teilgerüst wurde abgebaut. Und Inforadio  berichtete.

saarbrueckerstr-17-berlin-prenzlauer-bergBis zum 22.12 : Still ruht für UNS Wohnmieter der raue Immobilienmarkt um das Haus, in dem WIR wohnen. Keine Eigentümer-Webseite online. Keine Verkaufsangebote auf den einschlägigen Maklerseiten online… Was ist los? Da scheint eine Rechnung nicht aufzugehen, weil MIT UNS MIETERN zu rechnen ist. So will es die neue Gesetzeslage.

Als ein Pankower Premierenhaus im Milieuschutzgebiet Kollwitzplatz, für das das im März im Berliner Abgeordnetenhaus beschlossene Umwandlungsverbot in Berliner Milieuschutzgebieten gilt, finden WIR nach einem Dreivierteljahr: Guter Beschluss! Für UNS gerade zur rechten Zeit. Für so viele aus der Nachbarschaft und überall in der Stadt zu spät…

cafe-courage-saarbruecker_strDem Maison Courage unten in unserem Haus wurde der Ende 2015 auslaufende Gewerbe-Mietvertrag nicht verlängert. (Ende Dez. verlängert bis 31.1.16)
Angesichts des aktuellen Stillstandes könnte der Vertrag vielleicht problemlos ein gutes Stück verlängert werden. Dann müsste die vitale Ausgeh-Kreuzung nicht auf einen ihrer etablierten charmanten Gastlichkeitsorte verzichten.

cafe_courage_saarbruecker_strWIR wollen, dass das Maison Courage bleibt!  Sollte das aus guten Gründen nicht machbar sein, wollen wir das Ecklokal unseres Hauses, wenigstens würdig verabschieden.

NOVEMBER

Keine besonderen Vorkommnisse. Ruhig, mit geputzten Hausfluren und ohne Investorentouren, aber mit einer brutalen Baustelle im Blickfeld, thront unser Eckhaus im gehypeten Brauereiquartier. WIR freuen uns verwundert über die Normalität im Hausleben, können dem Braten aber nicht so ganz trauen.

OKTOBER

Ungenutzt steht das Gerüst weiter vor dem Eingang der Saarbrücker Straße 17. Es stört. Unsere Papiermülltonne ist noch nicht wieder aufgetaucht. Auch Positives passiert, stellen WIR fest: Der Hausflur wird geputzt, die Klingelanlage wird repariert und das Flurlicht. Ein durchaus ruhiger Oktober hinsichtlich der Hausveränderungen.

Umfeldveränderungen hingegen sind zum Monatsende eher ein Sorgenthema: Unter schönstem Herbsthimmelblau wird der Gastronomiegarten saarbrueckerstrasse17-berlin-prenzlauer-berggegenüber komplett aufgewühlt. Auch die großen alten Bäume, Zuhause vieler Vögel und schöner Anblick im Quartier, werden gefällt. WIR fragen uns warum.

SEPTEMBER

WIR nehmen eine defekte Klingelanlage in der Haushälfte Saarbrücker Straße 17 mit in den neuen Monat und finden in den Prenzlberger Ansichten einen Artikel über unser Haus.

AUGUST

Zwei markante Baustellen-Ausstattungen verschwinden zum Monatsanfang aus der Saarbrücker Straße 17: das Gerüst im Hausflur und der graue Bauteppich, der über Wochen im Treppenhaus ausgerollt war. Juhu!

Und noch etwas ist verschwunden: Auf der Webseite des ehemaligen „Alleinvertriebs-Maklerbüros“ tauchen die Kaufangebote in unserem Haus nicht mehr auf. Friede, Freude, Eierkuchen? Wird nun alles gut? Nö, wohl doch nicht. Das zweite Maklerunternehmen, das seit Anfang Juli aktiv ist, hat einige Wohnungen unseres Eckhauses im Angebot. (Ende Oktober ist dieses Angebot nicht mehr online.)

Und ein bislang noch nicht in Erscheinung getretenes Unternehmen vertreibt nun leere Wohnungen in unserem Haus auf immowelt.de  Dazu wurde frisch getextet: „Ihr urbanes Nest. Sie investieren nicht in überholte Statussymbole, sondern in nachhaltigen Luxus…“  (Quelle: PBP Peking Berlin Properties auf immowelt.de). Aha!

Dieser Link ist nach ca. zwei Wochen wieder einmal nicht aktuell (31.8.), dafür findet man dort weiterhin „Referenzobjekte“. Dort heißt es nun: „Die mieterfreien Wohnungen werden sehr aufwändig … saniert.“ Man hat jetzt „die Chance eine Altbauwohnung im „Neubauzustand“ zu erwerben.“  Das erste Maklerunternehmen ist mit obigem, durchgestrichenem, Text seit kurzem auch wieder am Start. ( Link nur bis Ende Oktober verfügbar)

WIR fragen uns immer noch wie dies mit der Umwandlungsverordnung vereinbar ist…

Ach ja, in der Zitty gab es einen Bericht über den „Geschäftführer“.

JULI

Es gibt auch Positives zu berichten: am 17.7. war unser Treppenhaus seit Wochen wieder einmal gewischt worden -fast überall.

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WIR sind am 23.7.2015 Thema der Prenzlauer Berg Nachrichten.

WIR,  sind am 18.7.2015 auch Thema in der Berliner Morgenpost. WIR fühlen uns nicht ganz wohl damit, dass T. Wolf so stark im Zentrum des Artikels steht, schließlich geht es um UNS ALLE, UNSERE Wohnsituation und eine Beunruhigung, die WIR ALLE teilen. In seinem Namen sind UNS zu dem verlinkten Artikel zwei Richtigstellungen wichtig: Es wird eine zum Verkauf stehende Wohnung in der Größe von 87,13 qm genannt, bei der es nicht explizit um die Wohnung von T. Wolf geht, auch wenn der Artikel den Eindruck vermitteln kann. Die neuen Eigentumsverhältnisse für das Haus, in dem WIR leben, gelten laut Grundbucheintrag erst seit dem 3. Juni 2015, nicht – wie im Artikel formuliert – seit Oktober 2014.

17.7.  „Amt ist alamiert“  Berliner Abendblatt

17.7.  ein sehr umfangreicher Bericht über das Sit-in in der Pankower-Allgemeinen-Zeitung.

13.7.  Bericht über die Aktion bei berlinxxnet

12.7. Trotz Regen war die Aktion mit dem Mieterforum Pankow (Bericht) ein Erfolg. WIR konnten uns austauschen und die Abendschau berichtete kurz. Ein paar Impressionen:

kollwitzstrasse2-juli-aktionkollwitzstrasse2-aktion-juli kollwitzstrasse2-juli-2015-mieterforum-pankow kollwitzstrasse2-aktion-mieterforum-pankowDer Monat beginnt mit einer undefinierbar braunen Haustürfarbe, die inzwischen den ehemals heftig mit Tags übersäten Eingang zur Saarbrücker Straße überzieht. Wir hoffen, dieses Braun ist nur eine Zwischenlösung.

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Die per Presse vom Hausverwalter für Mitte Juni angekündigte Post an uns ist immer noch nicht eingetroffen, ebenfalls keine Reaktion auf unsere Mängelmeldungen bezüglich verschmutzter Flure, kaputter Klingelanlage und entfernter Papiertonne.

Die interessanteren Entwicklungen sind im Netz festzustellen: Während das altbekannte Maklerunternehmen, das Eigentumswohnungen in unserem Haus auf den Markt bringt, „Alleinvertrieb“ (Stand 07.07.15) für sich geltend macht, hat sich ein weiteres Maklerbüro (nicht mehr vorhanden am 16.7.)  per Google-Anzeige an die Suchmaschinenspitze manövriert (Suchanfrage: kollwitzstraße 2). (keine Anzeige mehr. Stand 13.7.) Dort wird die perspektivische Errichtung von zwei Aufzuganlagen angekündigt.

Für Sonntag, den 12. Juli hat das Mieterforum Pankow ein Sit-In vor unserem Haus angekündigt. Kommt zwischen 15.00 und 17.00 Uhr um zu erfahren, was Pankower Mieter in einigen Häusern so erleben und wie Politiker sich dazu äußern. WIR beteiligen uns mit einem kleinen Abmahnfrosch-Bastelkurs für Groß und Klein. Hier schon einmal die Bastelanleitung.

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Als PDF

Bastelanleitung-Abmahnfrosch

Juni 2015

Ach Du liebe Güte. Was unsere Mietsituation betrifft, passiert Mitte des Monats nahezu mehr in den Medien als hinter und an den Fassaden unseres Zuhauses. Gekoppelt an die Berichterstattung über die miserable Wohnsituation in einem Schöneberger Haus, stehen WIR, bzw. das, was mit dem Wohnhaus passiert, in dem WIR leben, unvermittelt im Fokus der Medienaufmerksamkeit.
Hier ist das, was uns bekannt ist:

19. Juni: Berliner Zeitung über zwei Innenstadtimmobilien von Brisanz

18. Juni: Vier Minuten auf Radio1 mit Interviewausschnitten von einem Kurzbesuch bei UNS und interessanten Rechercheergebnissen

15. Juni: das Haus und WIR im Berliner Kurier

13. Juni: der Auftaktartikel über die Kollwitzstraße 2 / Saarbrücker Straße 17 in der Berliner Zeitung mit Kommentar

Was bei UNS sonst so los ist: Am 11. Juni wurde unsere Papiermülltonne abtransportiert. (veröffentlicht am 19.6.) Na super, ein neues Korrespondenzthema mit der Hausverwaltung und die schöne neue Beschäftigung, erst mal andere Mülltrennungslösungen zu finden. Ach ja, und am 16.6. haben wir fristgerecht die restlichen Außenaushänge und Schmuck an den Flurseiten unserer Wohnungstüren entfernt. Auf unserer Anfrage einer Genehmigung haben wir noch keine Antwort von der Hausverwaltung erhalten.
Und so wurde der kleine Frosch, in einer Kita aus einem Kaffeefilter, Pfeifenputzern und Papier gebastelt, der sein Habitat an einer Wohnungstür aufgeben musste, „Abmahnfrosch“ getauft.

Neue Eigentümer werden zum Monatsanfang ins Grundbuch eingetragen. WIR alle erhalten ein Abmahnungsschreiben samt Anlagen. Eine provisorische, die Türen nicht beschädigende Anbringung eines A4-Blattes mit der Informationsaufschrift „Diese Wohnung ist bewohnt.“, bzw. „Hier wohnen nette Menschen ;)“ an der Außenseite unserer Wohnungstüren wird als vertragswidriges Handeln bewertet und die außerordentliche Kündigung bei Fortsetzung des Verstoßes angedroht. Manch einer mag dies vielleicht verhältnismäßig finden, WIR nicht. Zur Sicherheit und um Klarheit für die Handwerker zu schaffen wurden diese Schilder angebracht. saarbrueckerstrasse17-kollwitzstr-2-abmahnung

Unter der neuen Kategorie „Historie“ haben WIR erste Bilder aus vergangen Zeiten veröffentlicht.  kollwitzstr-2-senefelderplatz-w-krause-repro-1906 Kopie

MAI 2015

Dieser Monat endet in der Saarbrückerstraße 17 mit dem Auslegen von „Auslegware“ im Hausflur, dem Beginn von Renovierungen in einer unbewohnten Wohnung, dem geruchsvollen Entfernen des Lackes an der Eingangstür (?) und dem Herausbrechen von Namensschildern aus den benutzten Briefkästen.

Seit Mai 2015 steht ein Teilgerüst zur Beprobung vor dem Hauseingang der Saarbrücker Straße 17. Ein Teil der Fassade wird abgeklopft. Bauschutt begrüßt unterm Klingelschild.

Baustaub im Hausflur und Treppenhaus bleibt offensiv liegen. WIR widmen uns mit einem gut gelaunten spontanen Kehrwochenende dem gemeinschaftlich genutzten Raum vor den Wohnungstüren.

APRIL 2015

Der Monat endet für die Mieter im obersten Stockwerk mit einem Wasserschaden, verursacht von Arbeiten auf dem Dachboden.

Im Hausflur werden an mehreren Apriltagen von Restauratoren viele interessante Stellen freigelegt.

WIR zeigen der Abteilung Stadterneuerung unsere Wohnungen. So einige Planungstücken werden offensichtlich. So führen geplante Aufzüge direkt in 2009 sanierte Badezimmer oder bestehende Leitungsstränge werden ignoriert.

Die Mieterberatung Prenzlauer Berg zeigt uns in einem kurzfristig anberaumten Termin eingereichte Baupläne des vermeintlichen neuen Eigentümers und protokolliert unsere Feststellung zu Fehlern der Bestandsgrundrisse. Es sei nicht üblich, dass betroffene Mieter wie WIR das Protokoll nochmal einsehen. Es geht direkt an die Genehmigungsbehörde. Sonderbar finden WIR diese Regelung.

Interessanterweise sind WIR alle ohne irgendeine Umzugsaktivität und ohne es zu merken ein Stockwerk höher gezogen. Wie das geht? In den Unterlagen des vermeintlichen neuen Eigentümers wird das Hochparterre zum ersten Stock umgewidmet. Simsalabim, und so geht es auch für UNS aufwärts.

MÄRZ 2015

Am 26.3.15 erhalten einige von UNS ein Schreiben eines Unternehmensberaters, in dem er UNS mitteilt, er sei nun mit der Hausverwaltung betraut, das Haus sei an ein Immobilien-Unternehmen verkauft, und bereits unsere Aprilmiete sei auf das angegebene Konto des neuen Hausverwalters zu zahlen. Eine Vollmacht der Vorgängereigentümer? – Fehlanzeige. Einige von UNS erhalten gar kein Schreiben mit diesen Informationen. 

In der Handelsregisterveröffentlichung erfahren WIR, dass der Zweck der vermeintlichen neuen Eigentümer-Firma „der Erwerb und die anschließende wirtschaftliche Verwertung von Immobilien“ ist. WIR starten eine kleine Anfrage: KA_0745-VII_Koll2-Saarbr17

Das Umwandlungsverbot in Berliner Milieuschutzgebieten wird im Abgeordnetenhaus beschlossen. Guter Beschluss, finden WIR. Unser Zuhause liegt im Milieuschutzgebiet Kollwitzplatz.

JANUAR & FEBRUAR 2015

WIR treffen im Hausflur oder an den Mülltonnen im Hof weiterhin gelegentlich auf Grüppchen offensichtlicher Projektentwickler, Kaufinteressenten und Makler.
WIR recherchieren ein bisschen und lesen das Immo-Sprech über UNSER Zuhause, das mit dem Claim „EIN KOMPLIMENT AN BERLIN“ potenzielle Eigentumswohnungskäufer bezirzt und dabei so auftritt, als gäbe es UNS hier gar nicht und als gäbe es kein Mietrecht.
Die Verheißungen der Vermakler unserer Wohnungen klingen so: „…Wohnen in bester Mitte Lage … 21 Wohnungen und ein Penthouse … eine Kombination aus modernster Ausstattung und „Berlin Touch“ … State of the Art-Gestaltung, höchster Wohnkomfort … das exklusive Lebensgefühl wird bei einigen Wohnungen sogar noch gesteigert durch den direkten Zugang zum Aufzug…“ – Ein Schelm, wer hier an Luxussanierung denkt.
Die Preise unserer Wohnungen liegen zwischen schlappen 4.600 und 6.500 pro qm – ein Spott, echte Prenzlauer-Berg-Schnäppchen. Das künftige Penthaus mit Dachterrasse ist noch nicht ausgepreist.

Rücksichtslose vandalistische Teenager-Partys halten in leeren Wohnungen Einzug. Die feierlustigen Youngster verfügen über Schlüssel für die Räumlichkeiten ihrer Feten in unserem ZUHAUSE, schlagen sich wiederholt eine Nacht um die Ohren und verschwinden wieder.

So klingt es, wenn die Bässe des Entmietungsinstrumentariums etwas aufgedreht werden. Lärmterror? Schikane? Bedeutet das „Willkommen in den Gefilden anstandslosen Immobilienmarkt-Gebahrens, das unser ZUHAUSE nun in die Mangel nimmt“?

NOVEMBER & DEZEMBER 2014

Nach Jahren großteils spekulativen Stillstands auf Eigentümerseite, unerledigten Instandsetzungsbedarfen und Mängelmeldungen, Müllüberforderung im Hinterhof, merklicher Ungepflegtheit des Eckhauses und schleichender Entmietung einiger Wohnungen, merken WIR, dass für UNS, die hier ZUHAUSE bleiben wollen, eine neue Etappe unserer Mietverhältnisse beginnt.

Im Internet angekündigt wurde das Objekt schon Anfang November 2014.  Zu kaufen sind die leeren Wohungen und die von UNS bewohnten Wohnungen  mit konkreten Preisen seit Mitte April.  Mit uns hat darüber keiner gesprochen…  (Ergänzung vom 11. Juni 2015; Austausch des BildesDer verlinkte  Grundriss zeigt auf der Homepage nicht mehr unseren Wohnungsgrundriss! )

So geschehen im Erhaltungsgebiet des Prenzlauer Bergs, wo die Umwandlungsverordnung seit Anfang März gilt.


Wie es weitergeht ist eine andere Geschichte,

WIR wollen weiter sammeln und erzählen EUCH von diesem Haus.

Sammelt mit und sendet UNS EURE Beiträge, Bilder und Links.

Schließlich gibt es im Haus das CHAGALL und das COURAGE , wo der EIN oder ANDERE Geschichten erlebt hat 😉

und wer diese Kneipen noch nicht besucht hat, sollte vorbeikommen…

info@kollwitzstrasse2.de